Text: Die Gegenwartskünstlerin Rineke Dijkstra ist eine der bekanntesten Fotokünstlerinnen weltweit. In ihren Porträts geht es vor allem um das Thema Identität. Sie interessiert sich besonders für Lebensphasen, in denen sich Identität entwickelt – wie in der Kindheit und Jugend. Ihre sehr reduzierten Arbeiten haben eine große visuelle Kraft und laden dazu ein, eigene Zugänge zu finden und über den Ausdruck der eigenen Persönlichkeit nachzudenken.
Am 22. Februar 2025 öffnete das Goethegymnasium von 9 bis 12 Uhr seine Türen für ein vielseitiges Publikum: interessierte Eltern und potenzielle neue Schüler:innen, die aktuell noch die Grundschule besuchen, ehemalige Schüler:innen sowie unsere aktuellen Schüler:innen und deren Familien.
In den Räumen am Herderplatz und im Haupthaus gab es eine breite Palette an Mitmachaktionen und Projekten aus allen Fachbereichen zu entdecken. Von spielerischen Einblicken in die französische Sprache über die interaktive Vorstellung unserer Tablet-Klassen, kreative Theaterprojekte zum Erleben, knifflige Mathespiele bis hin zu faszinierenden Experimenten aus Chemie und Physik – für jede und jeden war etwas Spannendes dabei. Auch die Schülervertretung und Schülerzeitung stellte ihre Arbeit vor, und unser Erasmus+-Programm präsentierte die vielfältigen Austauschmöglichkeiten mit Partnerschulen im Ausland oder Schul-Praktika in Ländern der EU.
Ein besonderes Highlight war dabei das sportliche Angebot: Beim diesjährigen Tag der offenen Tür unserer Schule stand der Sport in einem eigenen Raum besonders im Mittelpunkt…
… Besucherinnen und Besucher konnten sich dort über die sportlichen Aktivitäten an unserer Schule informieren – insbesondere über das beliebte Skilager und das Surfcamp. Zur Veranschaulichung liefen Videos, die unvergessliche Eindrücke dieser erlebnisreichen Fahrten vermittelten. Ein besonderes Highlight war der Austausch mit ehemaligen Schülerinnen und Schülern, die aus erster Hand von ihren unvergesslichen Erlebnissen im Skilager und Surfcamp berichteten. Ihre persönlichen Geschichten machten deutlich, wie prägend diese sportlichen Abenteuer für die Schulgemeinschaft sind. Doch nicht nur das Zuhören und Zuschauen standen im Vordergrund – die Gäste konnten auch selbst aktiv werden. An einer Mini-Tischtennisplatte und einer Dartscheibe hatten Jung und Alt die Möglichkeit, ihr Geschick unter Beweis zu stellen und den sportlichen Geist der Schule hautnah zu erleben.
Insgesamt bot Tag der offenen Tür allen Gästen die Gelegenheit, unser Schulleben hautnah kennenzulernen, Fragen zu stellen und in den direkten Austausch mit Lehrkräften, der Schulleitung und Schüler:innen zu treten. Wir freuen uns über das große Interesse und auf viele neue Gesichter im kommenden Schuljahr!
i.A. der Schulgemeinschaft Dustin Simon & Franziska Furcht
SurflagerSurflagerSkilagerErasmus+-AustauscheEnglischHaupthausherzliche Begegnungen zwischen Lehrer:innen & Schüler:innenMathe-RätselKunst-AusstellungGeschichte zum AnfassenWunder der PhysikPhysik-ExperimenteiPad-Unterricht zum Ausprobierengeteilte Leidenschaft für Französisch & Wiedersehen mit ehemaligen Abiturientenlebendiger Spanischunterricht
Nach einem Wahlkampf auf der Überholspur, in dem sich
Kandidatenduelle, -quadrelle und Wahlarenen aneinandergereiht haben und die Wahlflyer mit Glühwein an die Wähler:innen verteilt worden, ging es letzten Sonntag, am 23. Februar 2025, an die Wahlurnen. Aufgerufen waren knapp 59 Mio. Wahlberechtigte ab 18 Jahren.
Vor dem eigentlichen Wahltermin wählten am Mittwoch jedoch zuerst einmal die Klassenstufen 9, 10, 11 und 12 des Goethegymnasiums bei der Juniorwahl zur Bundestagswahl.
Die Wahlbeteiligung am Goethegymnasium lag bei 67,6% und fiel damit weitaus geringer aus als die der Bundestagswahl mit 82,5%. Insbesondere die AfD vermochte es bei letzterer, die Gruppe der Nichtwähler anzusprechen und zu mobilisieren (ca. 1,8 Mio.). Darüber hinaus konnte sie insbesondere ehemalige Wähler der Ampelparteien hinzugewinnen sowie in der Altersgruppe der 18 – 24 Jährigen das zweitbeste Ergebnis (21%) hinter der LINKSPARTEI (27%) generieren.
Die Partei, die von der wahlberechtigten Schülerschaft am Goethegymnasium die meisten Zweitstimmen erhielt, war die LINKE mit 41,5%, dahinter lagen die SPD mit 17,4% und die GRÜNEN mit 14,7%.
Anders als bei der wirklichen Bundestagswahl spielte die AfD bei den Schüler:innen des Goethegymnasiums keine große Rolle (ca. 7,1,%).
Ähnlich wenig Zuspruch gab es für das BSW und die FDP. Beide Parteien werden nicht Teil des neuen Parlaments sein, was auch dem Wählerwillen unserer Schülerschaft entspricht.
[Abb. JW Ergebnis GGW/Zweitstimmen]
Das Ergebnis des Goethegymnasiums spiegelt das bundesweite Juniorwahlergebnis bzgl. des Kräfteverhältnisses der Parteien nicht wirklich wieder. Lediglich die LINKE ist jeweils stärkste Kraft. Danach folgen die Union, die SPD und die AfD.
[Abb. Bundesweites JW Ergebnis]
Die LINKE war auch die Überraschungssiegerin der gesamten Wahl, denn nach langem Verharren im Umfragekeller konnte sie ein stabiles Zweitstimmenergebnis von 8,77% einholen. Insbesondere junge Wählergruppen aus städtischen Milieus gaben ihr ihre Stimmen.
(c) Fr. Thaler(c) Fr. Thaler
Die Erststimme – Wahlkreisstimme für die LINKE
Mit starken 60 Prozent wählte die wahlberechtigte Schülerschaft des GGW den ehemaligen LINKEN Ministerpräsidenten Bodo Ramelow zum Sieger des Wahlkreises Erfurt-Weimar-Weimarer Land II. Dieses Ergebnis spiegelt die realen Verhältnisse wieder, auch wenn Ramelow mit nur 36,8% das Direktmandat gewonnen hat. Von den insgesamt sieben Thüringer Wahlkreisen ging nur der oben erwähnte an die LINKE, alle anderen wurden von AfD Kandidaten gewonnen.
[Abb. JW Ergebnis GGW/Erststimmen]
Die blaue Dominanz ist kein Thüringer Phänomen, sondern trifft auf den gesamten Osten Deutschlands zu – egal ob es die Erst- oder Zweitstimme betrifft.
Alle Ergebnisse der Bundestagswahl könnt ihr unter folgenden Links (ARD + ZDF) einsehen:
Die Union aus CDU/CSU als Wahlgewinnerin wird in den kommenden Tagen Sondierungsgespräche mit der SPD aufnehmen, da es rechnerisch für eine Schwarz-Rote-Koalition reicht. Gespräche mit der AfD hat Friedrich Merz, der Kanzlerkandidat der CDU, ausgeschlossen. Bis spätestens Ostern soll der Koalitionsvertrag fertiggestellt sein bzw. die neue Regierung stehen.
Zuvor aber, spätestens am 25. März, d.h. nach spätestens 30 Tagen nach der Wahl, muss der neue Bundestag zusammentreten. Mit der sog. „konstituierenden Sitzung“ beginnt die neue Wahlperiode. In dieser Sitzung fallen bereits Personalentscheidungen: Die Abgeordneten wählen eine neue Präsidentin oder einen Präsidenten sowie dessen Stellvertreter.
Bis aus den Reihen des Parlaments ein neuer Bundeskanzler gewählt wird und sich die Regierung bildet, bleibt die alte unter Olaf Scholz geschäftsführend im Amt.
Die Sache mit dem Wahlrecht
Laut neuem Wahlrecht gibt es 630 Sitze zu besetzen. Überhangs- und Ausgleichsmandate entfallen. Die Zweitstimme legt bindend fest, wie viele Sitze einer Partei zustehen („Zweitstimmendeckung“). Dadurch kann es zu dem Phänomen „verwaister“ Wahlkreise kommen. Nämlich dann, wenn eine Partei mehr Direktmandate errungen hat, als ihr laut Zweitstimme Sitze zustehen. Die Kandidaten einer Partei mit den schwächsten Ergebnissen ziehen trotz Sieg im Wahlkreis deshalb nicht in den Bundestag ein. So erging es einigen Abgeordneten der CSU, CDU, der AfD und SPD.
Ob das Wahlrecht noch einmal Anwendung finden wird, ist offen, denn insbesondere die Union will dieses in der kommenden Legislatur verändern.
Es bleibt wenig Zeit zum Durchatmen
Die neue Regierung wird wenig Zeit haben, sich in den Ministerien und im Kanzleramt einzurichten. Dafür sorgen die multiplen Krisenstände in Deutschland (Wirtschaftskrise und Fachkräftemangel, bezahlbares Wohnen, Verkehr/Infrastruktur, Migration/Integration…), unklare Kräfteverhältnisse und politische Ansichten in der EU (Asyl/Migration; Verteidigungs- und Handelspolitik, u.a.) und zunehmende Spannungen mit Global Playern wie den USA oder China.
Die neue Regierungsmannschaft unter einem Kanzler Merz wird weniger als 100 Tage haben, um sich zu bewähren.
Noch mehr Galerie-Lust? Dann schau mal in unserer Kulturszene vorbei. Hier findest du Online-Galerien der letzten Jahre, Ausstellungstermine, Wettbewerbe und unsere Werke des Monats…
In der achten Ausgabe nehmen wir das Thema “21st Century” in den Fokus. Wir berichten euch von der politischen Situation in den USA, der Swifty-Bewegung oder erklären, wie es eigentlich zu Memes kam. Außerdem erwarten euch Einblicke in spannende Seminarfachthemen wie “Amerikas gespaltene Nation” oder “Selbstoptimierung” der 12er. Die besten Bücher des 21. Jahrhunderts packen wir euch noch oben drauf. Stark oder?
Kunst-Automat? Hä? Wir erzählen euch, was das ist und wo ihr ihn findet in unserem Weimar-Special. Und wir dürfen als erste den frisch gebackenen Abiballleitfaden drucken und euch zeigen. Max Heunemann und Mariella Mönch, die letztes Jahr bei uns Abitur gemacht haben, wollten neuen Jahrgängen helfen, damit nicht mehr jede:r von Zero beginnen muss. Unterstützt wurden sie vom Förderverein und Frau Escherich. Merci an dieser Stelle dafür!
Im Verhör des Monats könnt ihr dieses Mal Insides über Herrn Wiegand erfahren und auch Ronnys Rätsel Runde darf natürlich nicht fehlen, dieses Mal mit den Themen “English & Tecnologies”.
Zu guter letzt könnt ihr euch wieder unnützes Wissen aneignen zum Factsharing oder euch einfach nur kurz amüsieren uns es sofort wieder vergessen. Schließlich ist nur begrenzt Platz im Arbeitsgedächtnis. Wie auch immer, enjoy und let it entertain you. Apropos, letzteres, also Entertainment, wird der Fokus der Zukunft.
Ahoi, Euer GINGO-Team
P.S.: Du willst auch noch einen Blick in ältere Ausgaben werfen? Kein Problem…
Am Dienstag, den 28.1.2025 fand am Ratsgymnasium der Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“ in der Altersklasse 1 statt.
Arjen Poller und Anton Kattwinkel aus der 8c vertraten das Goethegymnasium und schlugen sich tapfer. Die Höchstpunktzahl, die erreicht wurde, waren 86 Punkte. Arjen erreichte 74 und Anton 67 Punkte. Es nahmen 16 Debattanten aus Schulen in Weimar und Erfurt teil. Als Juroren waren Stella Schiffer aus der 10c und Timon Ulbricht aus der 9b dabei. Sie waren kompetente Partner in der Jury.
Die Debattenfragen waren:
Soll das Rauchen auf öffentlichen Plätzen verboten werden?
Soll eine Fahrradregistrierung eingeführt werden?
Sollten die Kommunen und Gemeinden verpflichtende Maßnahmen zur Bekämpfung von Einsamkeit einführen?
Vom 18. bis 24. Januar 2025 erlebten 13 Schülerinnen und Schüler der Sykkylven Videregående Skole (VGS) aus der norwegischen Gemeinde Sykkylven eine abwechslungsreiche Woche in Weimar. Gastgeber waren die Schülerinnen und Schüler der Kurse Gewi 10 und NWuT 10, die zusammen mit den norwegischen Gästen ein spannendes Austauschprogramm gestalteten. Neben intensiver Projektarbeit bot die Woche zahlreiche kulturelle und soziale Highlights, die bleibende Eindrücke hinterließen.
Ein Wochenende bei den Gastfamilien
Nach einer langen Anreise wurden die norwegischen Gäste am frühen Samstagmorgen herzlich am Busbahnhof in Weimar empfangen. Das Wochenende verbrachten die Schülerinnen und Schüler in den Gastfamilien, die vielfältige Aktivitäten planten. So bot sich den Norwegern die Gelegenheit, die deutsche Alltagskultur kennenzulernen und erste Bindungen zu knüpfen.
Auftakt in der Schule
Am Montag begann das offizielle Programm mit einer Begrüßung in der Schulaula, einer Schulführung und Icebreaker-Spielen, die das Kennenlernen erleichterten. Danach tauchten die Norweger:innen in den deutschen Schulalltag ein, indem sie am Englischunterricht teilnahmen. Besonders das World Café mit politischen Diskussionen an verschiedenen Thementischen regte zum Austausch an. Anschließend arbeiteten die Gruppen an gemeinsamen Projekten zu den Themen „Nachhaltige Mobilität“ (NWuT) und „Jugendbeteiligung in Europa“ (Gewi). Der Workshop zum letztgenannten Thema wurde von zwei jungen Dozenten des Alumnivereins der Schulbrücken e.V. geleitet.
Der Montagabend bot beim gemeinsamen Bowling im Atrium Weimar die Gelegenheit, den Tag in entspannter Atmosphäre ausklingen zu lassen.
Bildungs- und Kulturprogramm
Ein Highlight war der Besuch der Gedenkstätte „Andreasstraße“ in Erfurt am Dienstag. Hier lernten die Schülerinnen und Schüler die Geschichte der DDR aus einer besonderen Perspektive kennen und erhielten Einblicke in Themen wie staatliche Repression und Jugendwiderstand. Ein zweitägiger Workshop zur Podcast-Produktion ermöglichte es, die Eindrücke kreativ zu verarbeiten (Kurs Gewi). In zwei Wochen wird das Radiostück auf Radio F.R.E.I. (Erfurt) zu hören sein.
Auch das Thema nachhaltige Mobilität, z.B. mithilfe von KI, wurde an der Bauhaus-Universität Weimar und in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken vertieft (Kurs NWuT).
Kreativität und Geschichte im Fokus
Am Donnerstag stand für die norwegischen Gäste noch ein Workshop im Bauhaus-Museum Weimar an, bei dem unter dem Motto „Das neue Ich“ kreativ gearbeitet wurde. Anschließend bereitete die Gruppe den Farewell-Abend vor, der den Höhepunkt und Abschluss der Woche darstellte.
Farewell-Abend in der Aula des GGW
Der Farewell-Abend war ein Erfolg und spiegelte die Freundschaft und Zusammenarbeit wider, die sich während der Woche entwickelt hatten. Die Gäste und Gastgeber präsentierten ihre Projektarbeiten und überraschten mit einem abwechslungsreichen Programm. Ein deutsch-norwegisches Buffet, vorbereitet von allen Teilnehmer:innen, bot eine kulinarische Brücke zwischen den Kulturen. Für Unterhaltung sorgten ein Kahoot-Quiz über typisch deutsche Eigenheiten sowie ein Karaoke-Singen, bei dem englische, deutsche und norwegische Lieder zum Besten gegeben wurden.
Ausblick auf den Rücktausch
Am frühen Freitagmorgen hieß es Abschied nehmen. Mit vielen Eindrücken im Gepäck und Vorfreude auf den Gegenbesuch in Sykkylven, der vom 17. bis 23. März 2025 stattfinden wird, traten die Norweger:innen ihre Heimreise an.
Uken i Weimar utvidet ikke bare horisonten, men skapte også vennskap som helt sikkert vil vare inn i mars og utover.
Die Woche in Weimar hat nicht nur den Horizont erweitert, sondern auch Freundschaften geschaffen, die mit Sicherheit bis in den März und darüber hinaus bestehen bleiben.