„Tag der Druckkunst“- ein Kunst-Projekt in Zusammenarbeit mit der Weimarer Mal- und Zeichenschule 

„Tag der Druckkunst“- ein Kunst-Projekt in Zusammenarbeit mit der Weimarer Mal- und Zeichenschule 

            

Das „Bilderhaus“, Am Poseckschen Garten, hat am 11. März seine Räume für uns geöffnet und uns die Möglichkeit gegeben, in lichtdurchfluteten Räumen, in wunderbarer Arbeitsatmosphäre, kreativ zu sein. 

Die Klasse 7a hat in Zusammenarbeit mit Julian Herstatt (Kurator und Workshop-Leiter), Hannah Uhlmann & Luisa Bringmann mit Mini-Druckpressen aus dem 3D-Drucker gearbeitet. Die handlichen, mobilen Pressen ermöglichen traditionelle und experimentelle Druckgrafiken in einer leichten, praktischen Anwendung. 

Die Schaufensterausstellung im  „Bilderhaus“ der Weimarer Mal-und Zeichenschule umfasste zunächst 100 Grafiken der internationalen Ausstellung „Open Print Exchange“, bei der insgesamt 1086 Werke aus 39 Ländern eingereicht worden sind. Und wir waren dabei! In unserem Workshop  sind druckgrafische Arbeiten entstanden, die diese Präsentation erweitern. 

Die Arbeiten fließen in eine Schaufensterausstellung vor Ort ein (2.-30.3.) und kommen anschließend in den Besitz ihrer Autor:innen zurück.

Zum deutschlandweiten „Tag der Druckkunst“ öffnen sich die Türen des „Bilderhauses“ für alle Kunst-Lustigen! Besuchen wir die „Open Print Exchange“, am 15. März, 10.00 bis 16.00 Uhr, (Ausstellung und Mitmachen)! 

Camille Mannschatz

„Der Workshop war sehr interessant. Das Ritzen mit der in Holz gefassten Stahlnadel in die verschiedenen Materialien und das Hantiere mit den verschiedenen Druckfarben hat sehr viel Spaß gemacht. Toll war auch, dass wir zwischendurch auf den Spielplatz durften. Die Workshop-Leiter waren wirklich sehr nett und haben uns bei jedem kleinsten PiPaPo geholfen. Es war ein richtig toller Tag. Danke für den tollen Schultag!“ (Lieselotte Sch.)

„Wir wurden von Julian eingewiesen; die Stimmung war fröhlich und neugierig. Die Motive zu skizzieren und sie dann in ein Stück Tetrapack zu ritzen, hat viel Spaß gemacht. […] Ich habe mit einem Freund zwei Gemeinschaftswerke geschaffen. Es war ein schöner Tag.“ (Johannes Sch.)

„Der Tag war sehr schön und ich habe viele neue Sachen gelernt und mitgenommen. Außerdem war es sehr interessant zu sehen, wie der Tiefdruck funktioniert. Und es war cool, dass man auch so kreativ sein konnte. Die Stimmung dabei war auch wundervoll und die Workshopleiter waren sehr freundlich und hilfsbereit. Es war eine lehrreiche Erfahrung.“ (Florentine G.)

„Ich fand den Tag sehr schön und meditativ. Die Atmosphäre war mit Klavier und klassischer Musik erfüllt und durch die, mit großen Fenstern versehenen Räume, schien die Sonne. Die Workshop-LeiterInnen sind so nett gewesen und haben uns bei unseren Vorstellungen und Ideen unterstützt und uns viel Spielraum gegeben. […] Auf jeden Fall würde ich es gern noch mal machen.“ (eine Stimme aus der Klasse 7a)

„Unser Tag im „Bilderhaus“ war sehr erfahrungsreich. […] Wir haben u.a. mit Rhenalonplatten  im Tiefdruck-Verfahren gearbeitet. Am Ende hatten wir alle ein oder mehrere Meisterwerke.“ (Michelle R.)

„Es war ein interessanter, guter Tag und hat viel Spaß gemacht. Ich habe gelernt, wie der Tiefdruck funktioniert. Am besten fand ich die Atmosphäre, die entspannt war. Ich würde mir öfters so eine Exkursion wünschen, weil es immer Spaß macht und man was lernt. Vielen Dank an das Team!“ (Till M.)

„Der Tag war spannend. Wir haben mit der Minipresse gearbeitet, das war sehr cool. Das Arbeiten auf der Rhenalonplatte hat mir am meisten Spaß gemacht. Julian, der Leiter dieses Workshops, war sehr freundlich und die anderen Mitarbeiter waren auch sehr nett. Wir haben im Tiefdruck gearbeitet, d.h. wir haben mit einer Nadel in Tetrapackstücke und später dann in eine Rhenalonplatte geritzt. Man konnte selber Motive kreieren. Mir hat der Tag richtig gut gefallen.“ (Philip M.)

„Mit Frau Mannschatz sind eigentlich alle Workshops cool; es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht. Die Atmosphäre und die Aussicht – einfach wow. Ich würde es immer wieder machen. Mit der Rhenalonplatte zu arbeiten, war eine einzigartige Erfahrung; alles Drum und Dran war einfach nur wahnsinnig toll.“ (Elvin K.) 

„[…] Grundsätzlich hätte ich Lust, öfters solche Projekte zu machen.“ (Eduard F.)

„Sehr guter und cooler Workshop. Nette Leute haben es erklärt und ich habe alles verstanden. Julian, der Workshopleiter hat mir sehr geholfen. Außerdem fand ich es sehr cool auf Rhenalonplatten meine Fantasie zu sehen und zu erleben.“ (Johann F.)


Jetzt neu: Unsere AGs im Überblick & zum Download

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Diercke Geowettbewerb 2025

Diercke Geowettbewerb 2025

Den 20 Fragen rund um Deutschland, Europa und die Welt stellten sich beim Diercke Geowettbewerb 2025 die Klassenbesten der 7.-10. Klassen am 24. Februar in der Schulrunde.

In einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen setzten sich schließlich Frida Perschel 10b (1. Platz/ Mitte), Laurin Kirschner 9a (2. Platz/ rechts) und Arvid Bellmann 8b (3. Platz/ links) durch. Die feierliche Ehrung der Gewinner fand am Montag, dem 10. März, statt. In der Klassenrunde der Klassen 5-6 gewann Janne Perschel 6d. 

Herzlichen Glückwunsch an die SiegerInnen! Wir wünschen Frida viel Erfolg bei der nun folgenden Teilnahme an der Landesrunde.

Eure GeographielehrerInnen des Goethegymnasiums


(c) A. Dannenberg
MÄDCHEN MACHEN KI & SPEEDDATING MIT ERFOLGREICHEN FRAUEN IM MINT-BEREICH – jetzt anmelden!

MÄDCHEN MACHEN KI & SPEEDDATING MIT ERFOLGREICHEN FRAUEN IM MINT-BEREICH – jetzt anmelden!

Ob bei der Sortierung deines Instagram-Feeds, beim Sprechen mit Siri und Alexa oder beim Entsperren deines Handys mittels Gesichtserkennung, überall kommt Künstliche Intelligenz zum Einsatz.

DU BIST SCHÜLERIN IN DER KLASSENSTUFE 9 BIS 12?

Dann ist unsere Aktion zum bundesweiten Girlsday am 03.04.2025 deine Möglichkeit, mehr über Künstliche Intelligenz (KI) und Maschinelles Lernen in einem Kurzworkshop der Lokalgruppe Thüringen vom Verein KI macht Schule zu erfahren. Du benötigst dafür keine Vorkenntnisse über KI und musst auch nicht programmieren können.

BIST DU ZUDEM NEUGIERIG, WELCHE WEGE ERFOLGREICHE FRAUEN IM MINT-BEREICH GEHEN?

Dann bist du bei uns an der richtigen Adresse. In unserem Speeddating kannst du dich dazu direkt mit Gründerinnen und Geschäftsführerinnen aus dem MINT-Bereich austauschen und alle deine Fragen zu verschiedenen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten stellen.

ALLE VERANSTALTUNGSINFOS:

–      Termin: 03.04.2025
–       8:30 Uhr bis 12:00 Uhr

–       max. 25 Schülerinnen

–       Oberlichtsaal, Raum 213, Bauhaus-Universität (Geschwister-Scholl-Str. 8A)

–       nur mit Anmeldung an: sebastian.gawron@ki-macht-schule.de

–       Rückmeldung bis 25.03.2025

Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit der Bauhaus-Universität Weimar und dem Verband deutscher Unternehmerinnen. 

Regionalwettbewerb Jugend forscht 2025 

Regionalwettbewerb Jugend forscht 2025 

Auch in diesem Jahr erzielten unsere Schüler*innen bei Jugend forscht, Deutschlands bekanntestem MINT-Nachwuchswettbewerb (MINT: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik), beachtliche Erfolge. Dabei wurden Ilvie Aichinger, Lola Reich und Valentina Grobe Regionalsieger im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften in der Sparte Jugendforscht junior. Mit ihrem im NWuT-Unterricht entwickelten Projekt „Der Treibhauseffekt im Modellexperiment“, das sie mit großem Engagement über den Unterricht hinaus verfolgten, überzeugten sie die Jury, die die umfangreichen experimentellen Untersuchungen lobte. Sie erhielten darüber hinaus auch den „Sonderpreis für Energiewende“. 

Anouk Fischer und Leopold Steininger erreichten mit ihrem spannenden Projekt zu Farbstoffsolarzellen, sogenannten „Grätzel-Zellen“, den zweiten Platz im Fachgebiet Chemie in der Sparte Jugend forscht junior. Den dritten Platz in dieser Sparte in Chemie sicherten sich wie letztes Jahr Leonidas Alkimos und Paul Marquardt mit einem Projekt zu biologisch abbaubaren Kunststoffen. Dazu erhielten sie den Sonderpreis „nachwachsende Rohstoffe“. Die ausdauernde Forschungsarbeit im Rahmen der MINT-AG hat sich auch dieses Jahr für die Teilnehmenden wieder gelohnt. 

Insgesamt haben 107 Jungforschende aus Weimar, Erfurt, Sömmerda und Kölleda mit 46 Projekten an dem Wettbewerb teilgenommen. Dass dabei jede Gruppe von unserer Schule eine Platzierung bekommen hat, ist bemerkenswert!

Wir gratulieren ganz herzlich und wünschen den drei Regionalsiegerinnen viel Erfolg beim Landeswettbewerb in Jena am zweiten April!  

Josefine Graf und Jutta Reger 

Exkursionen zu CATL, Fraunhofer IKTS, Stadtwerke und Stadtwirtschaft Weimar und zum Pumpspeicherkraftwerk Hohenwarte

Exkursionen zu CATL, Fraunhofer IKTS, Stadtwerke und Stadtwirtschaft Weimar und zum Pumpspeicherkraftwerk Hohenwarte

Im NWuT (Naturwissenschaft und Technik)-Unterricht der 10. Klasse, der seit letztem Jahr als Junior-Ingenieur-Akademie (JIA) stattfindet und von der Telekom-Stiftung finanziell unterstützt wird, beschäftigen wir uns in diesem Schuljahr mit nachhaltiger Energieversorgung und damit einhergehend der Elektrifizierung unseres Energiebedarfs. Dabei spielen Energiespeicher wie Batterien sowie Brennstoffzellen aus nachhaltigem Elektrolyse-Wasserstoff, Wärmepumpen und Pumpspeicherkraftwerke eine entscheidende Rolle. Im Unterricht näherten wir uns der Thematik durch Laborexperimente an, bauten Batterien, einen Modell-Elektromotor sowie eine Elektrolysezelle und experimentierten zum „Smart Grid“ mit Experimentierkoffern, die uns die Stadtwerke Erfurt geliehen haben. Im Rahmen der Exkursionen zum Fraunhofer IKTS und zu CATL in Arnstadt konnten wir uns einen Einblick in die industrielle Batteriefertigung verschaffen. Der riesige Produktionsraum mit unzähligen Kuka-Robotern beim weltweit größten Batterieproduzenten war wirklich beeindruckend.

Der Besuch bei der Stadtwirtschaft und die Besichtigung der Wasserstofftankstelle, der Wasserstoffbusse und der zugehörigen Werkstatt zeigten uns, dass gerade im Bereich größerer Fahrzeuge die Brennstoffzelltechnik durchaus zukunftsfähig ist. Um die Netzstabilität zu gewährleisten bei einem zunehmenden Anteil von Wind- und Solarenergie, sind Pumpspeicherkraftwerke, wie es in Thüringen einige gibt, von großer Bedeutung. Die Dimensionen dieser Kraftwerke einmal vor Ort wahrzunehmen, war eine bereichernde Erfahrung. Beim Heizen ist die Wärmepumpentechnik zukunftsweisend, da sie sehr effizient ist. Den Wirkungsgrad ermittelten wir an einem Wärmepumpenmodell bei den Stadtwerken Weimar unter fachkundiger Anleitung von Herrn Ludwig Müller. Jetzt fragen wir uns natürlich, ob das auch für unser Schulhaus eine Option wäre. Die Entwicklung hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung bleibt eine spannende Herausforderung. 

Fotos & Text: Jutta Reger & Antonia Dannenberg 



Neues Werk des Monats: Odessa von Rineke Dijkstra

Neues Werk des Monats: Odessa von Rineke Dijkstra

Odessa | Farbfotografie | Rineke Dijkstra | Ukraine, August 6, 1993 

Text: Die Gegenwartskünstlerin Rineke Dijkstra ist eine der bekanntesten Fotokünstlerinnen weltweit. In ihren Porträts geht es vor allem um das Thema Identität. Sie interessiert sich besonders für Lebensphasen, in denen sich Identität entwickelt – wie in der Kindheit und Jugend. Ihre sehr reduzierten Arbeiten haben eine große visuelle Kraft und laden dazu ein, eigene Zugänge zu finden und über den Ausdruck der eigenen Persönlichkeit nachzudenken. 

Ines Escherich | Fachschaft Kunst

Lust auf mehr Werke des Monats? Schau doch mal in der Kulturszene vorbei.

Rückblick: Tag der offenen Tür am Goethegymnasium 2025

Rückblick: Tag der offenen Tür am Goethegymnasium 2025

Am 22. Februar 2025 öffnete das Goethegymnasium von 9 bis 12 Uhr seine Türen für ein vielseitiges Publikum: interessierte Eltern und potenzielle neue Schüler:innen, die aktuell noch die Grundschule besuchen, ehemalige Schüler:innen sowie unsere aktuellen Schüler:innen und deren Familien.

In den Räumen am Herderplatz und im Haupthaus gab es eine breite Palette an Mitmachaktionen und Projekten aus allen Fachbereichen zu entdecken. Von spielerischen Einblicken in die französische Sprache über die interaktive Vorstellung unserer Tablet-Klassen, kreative Theaterprojekte zum Erleben, knifflige Mathespiele bis hin zu faszinierenden Experimenten aus Chemie und Physik – für jede und jeden war etwas Spannendes dabei. Auch die Schülervertretung und Schülerzeitung stellte ihre Arbeit vor, und unser Erasmus+-Programm präsentierte die vielfältigen Austauschmöglichkeiten mit Partnerschulen im Ausland oder Schul-Praktika in Ländern der EU.

Ein besonderes Highlight war dabei das sportliche Angebot: Beim diesjährigen Tag der offenen Tür unserer Schule stand der Sport in einem eigenen Raum besonders im Mittelpunkt…

… Besucherinnen und Besucher konnten sich dort über die sportlichen Aktivitäten an unserer Schule informieren – insbesondere über das beliebte Skilager und das Surfcamp. Zur Veranschaulichung liefen Videos, die unvergessliche Eindrücke dieser erlebnisreichen Fahrten vermittelten. Ein besonderes Highlight war der Austausch mit ehemaligen Schülerinnen und Schülern, die aus erster Hand von ihren unvergesslichen Erlebnissen im Skilager und Surfcamp berichteten. Ihre persönlichen Geschichten machten deutlich, wie prägend diese sportlichen Abenteuer für die Schulgemeinschaft sind. Doch nicht nur das Zuhören und Zuschauen standen im Vordergrund – die Gäste konnten auch selbst aktiv werden. An einer Mini-Tischtennisplatte und einer Dartscheibe hatten Jung und Alt die Möglichkeit, ihr Geschick unter Beweis zu stellen und den sportlichen Geist der Schule hautnah zu erleben.

Insgesamt bot Tag der offenen Tür allen Gästen die Gelegenheit, unser Schulleben hautnah kennenzulernen, Fragen zu stellen und in den direkten Austausch mit Lehrkräften, der Schulleitung und Schüler:innen zu treten. Wir freuen uns über das große Interesse und auf viele neue Gesichter im kommenden Schuljahr!

i.A. der Schulgemeinschaft Dustin Simon & Franziska Furcht





Juniorwahl am Goethegymnasium

Juniorwahl am Goethegymnasium

Zweitstimmen im Vergleich

Nach einem Wahlkampf auf der Überholspur, in dem sich 

Kandidatenduelle, -quadrelle und Wahlarenen aneinandergereiht haben und die Wahlflyer mit Glühwein an die Wähler:innen verteilt worden, ging es letzten Sonntag, am 23. Februar 2025, an die Wahlurnen. Aufgerufen waren knapp 59 Mio. Wahlberechtigte ab 18 Jahren. 

Vor dem eigentlichen Wahltermin wählten am Mittwoch jedoch zuerst einmal die Klassenstufen 9, 10, 11 und 12 des Goethegymnasiums bei der Juniorwahl zur Bundestagswahl. 

Die Wahlbeteiligung am Goethegymnasium lag bei 67,6% und  fiel damit weitaus geringer aus als die der Bundestagswahl mit 82,5%. Insbesondere die AfD vermochte es bei letzterer, die Gruppe der Nichtwähler anzusprechen und zu mobilisieren (ca. 1,8 Mio.). Darüber hinaus konnte sie insbesondere ehemalige Wähler der Ampelparteien hinzugewinnen sowie in der Altersgruppe der 18 – 24 Jährigen das zweitbeste Ergebnis (21%) hinter der LINKSPARTEI (27%) generieren. 

Die Partei, die von der wahlberechtigten Schülerschaft am Goethegymnasium die meisten Zweitstimmen erhielt, war die LINKE mit 41,5%, dahinter lagen die SPD mit 17,4% und die GRÜNEN mit 14,7%. 

Anders als bei der wirklichen Bundestagswahl spielte die AfD bei den Schüler:innen des Goethegymnasiums keine große Rolle (ca. 7,1,%). 

Ähnlich wenig Zuspruch gab es für das BSW und die FDP. Beide Parteien werden nicht Teil des neuen Parlaments sein, was auch dem Wählerwillen unserer Schülerschaft entspricht. 

[Abb. JW Ergebnis GGW/Zweitstimmen]

Das Ergebnis des Goethegymnasiums spiegelt das bundesweite Juniorwahlergebnis bzgl. des Kräfteverhältnisses der Parteien nicht wirklich wieder. Lediglich die LINKE ist jeweils stärkste Kraft. Danach folgen die Union, die SPD und die AfD. 

[Abb. Bundesweites JW Ergebnis]

Die LINKE war auch die Überraschungssiegerin der  gesamten Wahl, denn nach langem Verharren im Umfragekeller konnte sie  ein stabiles Zweitstimmenergebnis von 8,77% einholen. Insbesondere junge Wählergruppen aus städtischen Milieus gaben ihr ihre Stimmen.



(c) Fr. Thaler


Die Erststimme – Wahlkreisstimme für die LINKE

Mit starken 60 Prozent wählte die wahlberechtigte Schülerschaft des GGW den ehemaligen LINKEN Ministerpräsidenten Bodo Ramelow zum Sieger des Wahlkreises Erfurt-Weimar-Weimarer Land II. Dieses Ergebnis spiegelt die realen Verhältnisse wieder, auch wenn Ramelow mit nur 36,8% das Direktmandat gewonnen hat.  Von den insgesamt sieben Thüringer Wahlkreisen ging nur der oben erwähnte an die LINKE, alle anderen wurden von AfD Kandidaten gewonnen. 

[Abb. JW Ergebnis GGW/Erststimmen]


Die blaue Dominanz ist kein Thüringer Phänomen, sondern trifft auf den gesamten Osten Deutschlands zu – egal ob es die Erst- oder Zweitstimme betrifft.

Alle Ergebnisse der Bundestagswahl könnt ihr unter folgenden Links (ARD + ZDF) einsehen:

Gesamtergebnisse (Statistiken) :
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/deutschland/bundestagswahl-2025-prognose-hochrechnung-ergebnisse-liveticker-100.html


Wahlkreisergebnisse:
https://www.tagesschau.de/inland/bundestagswahl/wahlkreisergebnisse-karte-bundestagswahl-2025-100.html

Die Union aus CDU/CSU als Wahlgewinnerin wird in den kommenden Tagen Sondierungsgespräche mit der SPD aufnehmen, da es rechnerisch für eine Schwarz-Rote-Koalition reicht. Gespräche mit der AfD hat Friedrich Merz, der Kanzlerkandidat der CDU, ausgeschlossen. Bis spätestens Ostern soll der Koalitionsvertrag fertiggestellt sein bzw. die neue Regierung stehen.

Zuvor aber, spätestens am 25. März, d.h. nach spätestens 30 Tagen nach der Wahl, muss der neue Bundestag zusammentreten. Mit der sog. „konstituierenden Sitzung“ beginnt die neue Wahlperiode. In dieser Sitzung fallen bereits Personalentscheidungen: Die Abgeordneten wählen eine neue Präsidentin oder einen Präsidenten sowie dessen Stellvertreter.

Bis aus den Reihen des Parlaments ein neuer Bundeskanzler gewählt wird und sich die Regierung bildet, bleibt die alte unter Olaf Scholz geschäftsführend im Amt.

Die Sache mit dem Wahlrecht

Laut neuem Wahlrecht gibt es 630 Sitze zu besetzen. Überhangs- und Ausgleichsmandate entfallen. Die Zweitstimme legt bindend fest, wie viele Sitze einer Partei  zustehen („Zweitstimmendeckung“). Dadurch kann es zu dem Phänomen „verwaister“ Wahlkreise kommen. Nämlich dann, wenn eine Partei mehr Direktmandate errungen hat, als ihr laut Zweitstimme Sitze zustehen. Die Kandidaten einer Partei mit den schwächsten Ergebnissen ziehen trotz Sieg im Wahlkreis deshalb nicht in den Bundestag ein. So erging es einigen Abgeordneten der CSU, CDU, der AfD und SPD.

Ob das Wahlrecht noch einmal Anwendung finden wird, ist offen, denn insbesondere die Union will dieses in der kommenden Legislatur verändern. 

Es bleibt wenig Zeit zum Durchatmen

Die neue Regierung wird wenig Zeit haben, sich in den Ministerien und im Kanzleramt einzurichten. Dafür sorgen die multiplen Krisenstände in Deutschland (Wirtschaftskrise und Fachkräftemangel, bezahlbares Wohnen, Verkehr/Infrastruktur, Migration/Integration…), unklare Kräfteverhältnisse und politische Ansichten in der EU (Asyl/Migration; Verteidigungs- und Handelspolitik,  u.a.) und zunehmende Spannungen mit Global Playern wie den USA oder China. 


Die neue Regierungsmannschaft unter einem Kanzler Merz wird weniger als 100 Tage haben, um sich zu bewähren. 

Juliane Thaler i.A. der Fachschaft Sozialkunde