Am ersten Tag führten wir in das Thema MMI ein, erläuterten Grundbegriffe und betrachteten Beispiele aus dem Alltag und der Industrie, darunter Smartphones, KI-Assistenzsysteme und Roboter im Servicebereich. In einer ersten Gruppenarbeit entwarfen die Teilnehmenden Skizzen zu einer nutzerfreundlichen Schnittstelle für eine schulische Anwendung. Am zweiten Tag standen praxisnahe Workshops im Vordergrund, wobei der kreative Einsatz des Calliope Game Kit im Zentrum stand: Die Teilnehmenden entwickelten barrierearme Oberflächen und setzten grundlegende Prinzipien der Spracherkennung um, wobei Calliope Game Kit-Module und die Arcade-Umgebung genutzt wurden, um spielerische, verständliche Lernerlebnisse zu ermöglichen.
Der Fokus des dritten Tages blieb auf dem kreativen Einsatz des Calliope Game Kit als Hauptschwerpunkt: Es wurden fortlaufend Prototypen weiterentwickelt, die Unterrichtsorganisation unterstützen sollen, beispielsweise als Planungsassistent oder Lernfortschritts-Feedback, und erneut mit Calliope, Makecode sowie dem GameKit in der Arcade-Umgebung gearbeitet. Zusätzlich wurden Ethik, Sicherheit und Verantwortung diskutiert: Es wurden Transparenz von Algorithmen und Fallstudien zu Fehlentscheidungen von Systemen diskutiert und Abschlusspräsentationen der Prototypen mit Feedbackrunde durchgeführt.
Die Ergebnisse zeigten einen fortgeschrittenen Lernfortschritt: Die Teilnehmenden entwickelten ein besseres Verständnis für die Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer sowie für Barrierearmut. Zugleich entstanden kreative, interaktive Prototypen, die Alltags- bzw. Unterrichtssituationen sinnvoll unterstützen, und es zeigte sich ein gestiegenes Bewusstsein für ethische Fragestellungen, insbesondere in Bezug auf Transparenz von Algorithmen. Die Rückmeldungen betonten, dass praxisnahe Aufgaben mit direktem Bezug zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler motivierend wirkten, und dass der spielerische Umgang eine zentrale Rolle bei der Freude am Lernen spielte. Die Teamarbeit sowie moderierte Reflexion in jeder Phase wurden als besonders bereichernd wahrgenommen. Die Einbindung externer Expertinnen und Experten fungierte als Inspirationsquelle und bereicherte den Austausch.
Für die Zukunft empfehlen wir eine Weiterführung der MMI-Themen in kommenden Unterrichtseinheiten, mit Fokus auf Coding-by-design (Low-Code/No-Code) und nutzerzentrisches Arbeiten. Zudem schlagen wir die Entwicklung einer schulinternen MMI-Projektdatenbank mit Best-Practice-Beispielen, Checklisten und ethischen Leitlinien vor und schlagen kurze Module zu Interaktion mit Geräten, Barrierefreiheit und allgemeinen Sicherheitsaspekten vor. Alle Ergebnisse und Prototypen wurden in der schuleigenen Lernumgebung digital gesammelt, und eine öffentliche Zusammenfassung der Projekttage wurde erstellt und den Teilnehmenden zugestellt.
Text & Fotos: Matthias Buchwald









