Am 26. Mai 2026 startete unser diesjähriger Gegenbesuch bei unserem Austauschpartner in der Bretagne. In aller Frühe begaben sich 12 SchülerInnen der 8. Klassen zusammen mit ihren zwei Begleiterinnen auf die weite Reise mit der Bahn. Nach einem kleinen Zwischenstopp in Paris bei über 30 Grad und insofern einem nur sehr kurzen Blick auf die Kathedrale Notre-Dame kamen wir am späten Abend in Moëlan-sur-Mer am Collège Parc Ar C’Hoat – Yves Cotty an und es ging direkt weiter in die Gastfamilien. Der Mittwoch – unser heißester Tag – war zunächst mit einem Kennenlernen der Schule mit all ihren wichtigen Elementen und einzelnen Unterrichtsbesuchen gefüllt. Nach einem Picknick im Park erkundeten französische und deutsche Partner gemeinsam den Ort auf Grundlage einer Rallye.
Am Donnerstag ging es nach Concarneau – zunächst ans Lycée Pierre Guéguin, wo wir die Werkstätten für den Schiffsbau und die Motorenwartung und –reparatur besichtigen durften und einen Einblick in den Aufbau der berufsbildenden Lycées in Frankreich gewinnen konnten. Auch die Bedeutung der professionellen wie auch der freizeitbestimmten Schifffahrt und des Schiffbaus für diesen Teil Frankreichs wurden hier besonders deutlich. Anschließend fuhren wir mit dem Bac zur Ville Close, dem vorgelagerten alten Kern von Concarneau, angelegt wie eine Festung im Meer. Im kleinen Museum in den alten Stadtmauern erfuhren wir viel über die Geschichte und Bedeutung dieses Ortes für die Bretagne und ganz Frankreich.
Der Freitag begann mit einem Workshop am Strand von Pendruc – Aquarellmalerei in freier Natur unter dem Eindruck der Geräusche, Gerüche und Fundstücke am Meeresufer. Nachdem sich alle selbst künstlerisch ausprobiert hatten – mit wunderbaren Ergebnissen – ging es weiter in die kleine Künstlerstadt Pont Aven. Dort besuchten wir das Museum mit einer Sonderausstellung zu den Anfängen biologischer Dokumentarfilme – insbesondere interessanter früher Unterwasseraufnahmen – und begaben uns dann auf einen kleinen Rundgang durch diesen malerischen Ort, der im 19. und 20. Jahrhundert zur Wahlheimat für viele Künstler wurde und als die Wiege des Synthetismus bezeichnet werden kann. Eine kurze Auswertung und dann ein gemeinsamer Abend mit den französischen Gastfamilien bei einem Buffet in der Schule rundeten unser dreitägiges Programm ab.
Das Wochenende verbrachten alle unsere SchülerInnen in ihren jeweiligen Gastfamilien mit unterschiedlichsten Programmpunkten, ehe es am Montag in aller Frühe wieder zurück ging nach Weimar – im Gepäck einen Haufen unvergesslicher Momente und Erlebnisse und der feste Wunsch, es nicht bei diesem einen Besuch in der Bretagne zu belassen. Mögen die begonnenen Freundschaften lange halten und die Freude an der Kommunikation in der jeweiligen Sprache des Anderen wachsen!
Text & Fotos: Annette Roeder-Klimmek
Mehr Informationen zu unseren Austauschen findet ihr in unserem Erasmus+-Bereich.



