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Projekttag: „Zeichen der Zeit? – Demokratie auf dem Prüfstand“

„Die Menschenwürde ist unantastbar“ (Art. 1 GG). –
„Politisch Verfolgte genießen Asylrecht“ (Art.16a (1) GG)

Spätestens seit 2015 viele Flüchtlinge nach Europa, auch zu uns nach Deutschland gekommen sind, um Asyl zu beantragen, werden immer mehr Stimmen laut, die diesen Menschen dieses Recht absprechen. Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzungen scheinen dieser Tage zuzunehmen – genau wie damit verbundene Vorurteile, Stigmatisierungen und verbale Hetze.

Das Projekt „Zeichen der Zeit? – Demokratie auf dem Prüfstand“, initiiert und durchgeführt von dem Verein Multivision e.V. unter Förderung der Bundesstiftung Aufarbeitung, will diesen besorgniserregenden Zeitzeichen auf den Grund gehen, um demokratisches, engagiertes Denken und Handeln bei Jugendlichen anzustoßen und zu fördern. Das Projekt befasst sich mit der Entstehung des Grundgesetzes und der parlamentarischen Demokratie in Deutschland, dabei insbesondere mit den Themen Freiheit, Religionsfreiheit sowie Artikel 16a, der politisch Verfolgten Asyl gewährt.

Am Donnerstag, den 06. September 2018, kam der Multivision e.V. auch an unsere Schule und führte ihr Demokratieprojekt mit den Schülern der Jahrgangstufen 10 und 11 in der Aula durch.

Mithilfe von anschaulichen Impulsvorträgen zur deutschen Geschichte von Flucht und Vertreibung, Fluchtgeschichten von damals und heute - die einerseits durch eingeladene Zeitzeugen und Experten während der Veranstaltung, andererseits durch eingespielte kurze Videobeiträge persönlich wirkten und Betroffenheit auslösten - viel Freiraum für Schülerfragen, Dialog und Kontroverse wurde jeder Einzelne zum Mitdenken und Mitdiskutieren angeregt.

Denn auch das wurde in der Debatte deutlich: ethisch-normative und rechtstaatliche Werte müssen natürlich im Mittelpunkt stehen und eingehalten werden, darüber hinaus ist der Prozess der Integration aber keine Einbahnstraße, sondern erfordert von allen Beteiligten Wille, Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft, Offenheit, Toleranz, Verantwortung und Fairness.

Am Ende des Projekttags steht das Fazit, dass dieser einige Denkanstöße gegeben und Perspektivwechsel bereitgehalten hat sowie die Einsicht, dass es „den Flüchtling“ nicht gibt. „Wir sind alle nur Menschen mit den gleichen Bedürfnissen nach Sicherheit, Schutz, Frieden, Anerkennung und – Würde“, bilanzierte eine Schülerin der Jahrgangsstufe 11 am Ende treffend.

Juliane Thaler