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Die Tuba - mehr als nur ein Begleitinstrument

Lange und kurze, tiefe und hohe, leise und laute sowie gefühlvolle, aber auch starke Töne hallten am 24. Januar durch die Räume und Flure des Goethegymnasiums Weimar. Die Quelle dieser klangvollen Töne war eine Tuba, gespielt von Maximilian Wagner-Shibata.

Er war in der fünften Stunde bei den Klassen 10b und 10c im Raum 221 zu Gast. Am Anfang der Stunde erzählte er in einer kurzen Vorstellungsrunde ein wenig über sich und sein Instrument. Maximilian Wagner-Shibata ist ein aus Freiburg stammender Tubist, der sich, bevor er mit dem Tuba-Spielen anfing, an der Trompete versuchte. Auf Anfrage seines Heimatorchesters begann er schließlich Tuba zu lernen, um in diesem Orchester, welches eine Tuba brauchte, aushelfen zu können. Heute spielt Maximilian schon seit mittlerweile drei Jahren in der Staatskapelle Weimar und studiert nebenbei in Hannover.

Nach dieser kurzen biographischen Einführung durften wir zwei kleine Ausschnitte aus dem Tubakonzert von John Williams, der eigentlich mehr für seine Filmmusik, wie Indiana Jones oder Star Wars, bekannt ist, hören. Dieses Stück wird bald im DNT von der Staatskapelle Weimar aufgeführt und das bedeutet für Maximilian: Viel üben und das meist 4-5 Stunden pro Tag im Probenraum des DNT, „um die Nachbarn zu Hause nicht zu stören“. Als er anfing zu technischer Orchesterbegleitung für uns zu spielen, schloss er die Augen und bewegte sich zur Musik. Das ist mit einem 10kg- Instrument gar nicht so einfach. Trotzdem waren wir alle sehr begeistert und überrascht vom Klang, seiner Virtuosität und seiner Gestaltung der ausgewählten Stücke. Im Anschluss konnten wir dann weitere Fragen stellen und dem jungen Solotubisten auf den Zahn fühlen. Wir erfuhren, dass auch ein so erfahrener Spieler noch Lampenfieber hat, aber dass er auch weiß, wie man damit umgeht und es eindämmen kann. Ein solches Instrument kostet ca. 8000.00 €. Nach dieser üppigen Fragerunde konnten wir mit ihm zusammen eine seiner Atemübungen probieren. Zum Ende zeigte uns Maximilian noch eine ganz besondere Spielform, eher einen Mix aus verschiedenen Techniken. Er „beatboxte“ mit der Tuba, dann sang er während er spielte in sein Instrument und produzierte so eine Art „Kehlkopfgesang“.

Wir gewannen viele interessante Eindrücke und Erfahrungen. Die drei Musikeinlagen haben uns ausgezeichnet gefallen. Es war sehr spannend und interessant und wir freuen uns, Maximilian Wagner-Shibata am 03. Februar bei seinem Auftritt mit der Staatskapelle Weimar im DNT erleben zu können.

Jonathan Daniss, Leonid Hochberg (10b)