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Partnerschaftsbegegnung in Markt Schwaben/Bayern im Mai 2017

Am Freitag, dem 5.5.2017 bestiegen 13 Lehrerinnen und Lehrer, eine ehemalige Kollegin sowie 10 Mädchen des Kammerchores unserer Schule mit der Chorleiterin Frau Pfennig und Daphne Auer vom Abitur 2016 den Bus, der uns nach Markt Schwaben zu unserem Partnergymnasium „Franz Marc“ brachte. Dort wurden wir wie immer auf das Herzlichste mit Grillbuffet (Thüringer Rostbratwürste gehörten zu unseren Gastgeschenken) empfangen. Die Freude war bei allen groß und die erfrischende Unterhaltung nahm erst ein Ende als die Mädchen unseres Kammerchores in der Aula der Schule mit ihrem wundervollen Konzert begannen, auf welches sich Sängerinnen und Solisten fleißig vorbereitet hatten. Hierbei wurde der Direktor Herr Dittmann gewürdigt, der zum Ende dieses Schuljahres in den wohl verdienten Ruhestand geht und stets engagiert für die Förderung unserer Schulpartnerschaft eintrat. Frau Ehspanner überreichte im Namen der Schulgemeinschaft unseres Goethegymnasiums Geschenke an die Organisatoren, so auch mehrere Drucke von Goethe für das Schulhaus in Markt Schwaben. Wir erlebten gemeinsam einen stimmungsvollen, heiteren und besinnlichen Abend bei mancherlei kulinarischen Freuden.

Am nächsten Morgen fuhren wir bei herrlichem Wetter mit dem Bus nach Kehlheim und unternahmen von dort aus eine Exkursion, auf der wir interessante Höhlen besichtigten, im Klösterle, einer ehemaligen Abtei, eine kleine Rast machten, um uns zu erfrischen und entlang der Donau imposante Ausblicke von den Kalksteinfelsen genossen. Wir wanderten bis zum Kloster Weltenburg. Dort überquerten wir mit einer „Zille“ (ehemaliges Ruderboot für ca. 12 Personen; heute mit Motor) die Donau bei beachtlicher Strömung. Im Barocksaal des Klosters aßen wir zu Mittag um danach gestärkt die Asamkirche (eine der schönsten Barockkirchen Bayerns) anzusehen und eine Brauereiführung durch die älteste Klosterbrauerei der Welt (es gibt sie seit 1050) mit Verkostung der Biere zu erleben. Dadurch kamen wir der besonderen Bedeutung des Hopfens und der Hefe beim Bierbrauen auf die Spur. Nun wissen wir um die Herkunft des Spruches: „Das schlägt dem Fass den Boden aus.“ und auch, warum Rumpelstilzchen singt: „… Heute back ich, morgen brau ich, … .“ . Die Hälfte des Rückweges legten wir dann wieder in mehreren Zillen zurück, so dass wir den Fluss hier besonders intensiv erleben konnten.

Der Donaudurchbruch bei Weltenburg ist eine Engstelle des Donautals im niederbayerischen Landkreis Kelheim, die als Naturschutzgebiet und Geotop anerkannt ist. Der in der südlichen Frankenalb gelegene Talabschnitt wird offiziell Weltenburger Enge genannt. Geologisch gehört die Weltenburger Enge zum Oberjura (Kalkstein), also der fossilreichsten Formation Deutschlands, die vor etwa 150 Millionen Jahren abgelagert wurde, als das Gebiet noch ein flaches Meer war. Das Durchbruchstal wird von bis zu 80 m hohen Felswänden begrenzt, in denen zahlreiche kleinere Höhlen liegen. Zwischen der sogenannten Stillen und der Langen Wand verengt sich der Strom bis auf 110 Meter und erreicht eine Wassertiefe von 20 m. Die Kalkstein-Formationen tragen phantasiereiche Namen wie „Die drei feindlichen Brüder“,“ Räuberfelsen“,“ Kuchelfelsen“, „Versteinerte Jungfrau“ usw. Die Bezeichnung „Donaudurchbruch“ für die Weltenburger Enge trifft geologisch gesehen nicht zu, da das Tal bereits im Eiszeitalter von mehreren Donaunebenflüssen größtenteils ausgeräumt wurde. Diese hatten sich im Wege der rückschreitenden Erosion bergwärts vorgearbeitet und schufen vor rund 80.000 Jahren das heutige Bett der Donau. Das ursprüngliche Tal der Donau war das untere Altmühltal. Erst seit der vorletzten Eiszeit, der Rißeiszeit, änderte die ursprünglich weiter nördlich entlang der Linie Wellheim – Dollnstein – Eichstätt – Beilngries – Riedenburg fließende Urdonau („Altmühldonau“) ihren Lauf und nutzte nunmehr die Rinne der schon bestehenden Weltenburger Enge; die Donau ist hier also nicht selbst durchgebrochen. Bei der Untersuchung der Schotterterrassen stellte man fest, dass die Donau hier nur die untersten 10–15 m ausschürfte, während die kleineren Nebenflüsse vorher schon ein Tal von 180 m Tiefe eingegraben hatten. Im nahegelegenen Abendsberg schmeckten uns die Spargelgerichte dieses Anbaugebietes natürlich besonders gut. Als wir mit unseren Gastgebern wieder in Markt Schwaben angekommen waren, ließen die meisten diesen Abend bei einem Gläschen Wein und angeregten Gesprächen ausklingen.

Diese vertieften wir am Sonntagvormittag bei einem Brunch in der Schule, wo auch unsere Kammerchormädchen wieder mit von der Partie waren. Diese hatten den vergangenen Tag mit ihren Gastfamilien verbracht. Sie waren gemeinsam mit den Mädchen aus Markt Schwaben bei Tennis-Wettkämpfen oder auch in München auf dem ehemaligen Olympiagelände. So wurden alte Verbindungen wieder aufgefrischt, neue geknüpft und Projekte für die Zukunft angedacht. Als der Abschied nahte, waren wir erstaunt, wie schnell die Zeit bei unseren guten Freunden vergangen war. Nun freuen wir uns auf interessante Begegnungen und gemeinsame Unternehmungen in der Zukunft.

Grit Conrad